Aus viel mach wenig – ein Versuch!

Ich bin keine Gärtnerin – weder im Bereich Zier- noch im Bereich Nutzpflanzen. Bei mir wächst nur, was nicht von mir abhängig ist. Hier in Irland ist das ganz schön viel! In unserem Garten insbesondere Rasen und Unkraut – aber auch ein ganz großer Holunderstrauch. Im Sommer hat der so schön geblüht, dass ich aus den vielen Blüten Holunderblütensirup kochen wollte – aber diese waren schneller verblüht, als das ich Zeit fürs Einkochen finden konnte. Aus den ganzen Blüten sind nun freundlicherweise Beeren geworden. Und bevor nun alle Beeren zu Vogelfutter geworden sind und meine Ausrede mit der Zeit auch nicht mehr so originell ist, habe ich gestern mit meiner kleinen Erntehelferin Lara die reifen Beeren gesammelt.

Holunderbeeren

Nach dem Entfernen des Abfalls war es dann schon deutlich weniger:

Holunderbeeren

Und nach der Qualitätskontrolle durch Milla und dem Einkochen war es nur noch eine homöopathische Dosis Holunderbeerensirup.

Holunderbeerensirup

Den Geschmackstest werde ich erst am Wochenende mit Sekt machen … und ich hoffe wirklich SEHR, dass er schmeckt! Und meine Lieblingsbeschäftigung wird Einkochen auch nicht!

Der lange Weg der Holunderbeere

Informationsmangel

Was schenkt man einem Kind, wenn man außer dem Namen und dem Alter nichts weiß?

Lara bekam letzte Woche eine Einladung (per sms an mich, da in der Schule keine Einladungen verteilt werden dürfen) zu einem Kindergeburtstag. Weder Lara noch ich kannten das Mädchen oder die Eltern. Am Donnerstag kam sie dann freudestrahlend nach Hause und meinte, nun wüsste sie, wer Geburtstag feiern würde. Immerhin!

Aber was schenkt man in so einem Fall? Mag das Kind Prinzessinnen und Pferde, wie viele Mädchen in dem Alter oder findet sie sie vielleicht ganz furchtbar. Liest sie gerne oder gar nicht. Mag sie Spiele? Verkleidet sie sich gerne? Es gibt so viele Sachen, mit denen man Fünfjährigen eine Freude machen kann – wenn man die Interessen kennt. So hatten wir aber wie gesagt außer dem Namen und dem Alter keine Informationen.

Also habe ich mich – nach Rücksprache mit Lara – für ein T-Shirt mit den beiden einzigen gesicherten Informationen entschieden.

 Geburtstags-TShirt

Bei dem Gedanken daran, Lara bei einer fremden Familie alleine zu lassen, war mir aber doch sehr mulmig zumute. Und da wir nicht wussten, ob die anderen Eltern da bleiben und wie Lara sich dort zurechtfindet, wollte ich ihr und uns ein wenig Sicherheit geben und habe ihr ein „Verlierarmband“ genäht.

 Verlierarmband

Von außen sieht es aus wie ein ganz normales Armband und innen ist meine Handynummer eingestickt. Lara weiß, das wenn sie mal verloren gehen sollte oder irgendetwas ist, sie jemanden ansprechen soll und denjenigen dann bitten soll, mich anzurufen. Ich hoffe, dass das Armband niemals zum Einsatz kommen muss und einfach nur ein süßes Accessoire bleibt. Aber es beruhigt mich und sie, wenn sie es trägt!

Schlamperl – oder doch nicht

Ruhig war es hier im letzten Monat – allerdings nur hier auf der Seite, in meinem wirklichen Leben war es alles andere als ruhig. Denn noch immer haben meine beiden Großen Ferien, und so wirbeln die zwei hier nun den ganzen Tag durchs Haus und den Garten und versuchen, mir bei der Ver- und Umsorgung von Baby Noah zu helfen. An manchen Tagen frage ich mich abends, was ich denn überhaupt so den ganzen Tag gemacht habe – während mein Kaffee vom Morgen noch irgendwo in der Wohnung abgestellt und kalt geworden ist.

Lara, Milla und Noah

Das Nähen steht im Moment ganz hinten an. Nun kommt aber meine Große in zwei Wochen in die Schule und dafür steht noch das ein oder andere Projekt auf meinem Plan. Das erste von der langen Liste konnte ich gestern umsetzten. Mein Mann schnappte sich alle drei Kinder und machten mit ihnen den Wochen-Großeinkauf, während ich an einer Stiftemappe für Lara werkelte.

Hier gibt es hauptsächlich – oder eher ausschließlich – die Mäppchen, die bei uns früher Schlamperl hießen. Einfache kleine Reißverschlusstaschen, in denen alle Stifte, Radiergummi, Spitzer etc. durcheinander fliegen. Für die ganz kleinen i-Dötzchen finde ich die aber unpraktisch, daher habe ich an eine Stifterolle gedacht, wie ich sie schon einmal für eine gute Freundin genäht hatte. Aber ein Verschluss zum Binden ist nicht so richtig gut geeignet für eine 4-Jährige. Nach einigem Getüftel, Gekritzel und Genähe kam dieses Stiftemäppchen heraus:

Stiftemappe #1

Lara suchte sich den Stoff selber aus und natürlich durfte auch die Prinzessin nicht fehlen.

Für den Verschluss habe ich einen Knopf mit einer Gummiband-Schlaufe genommen und noch zusätzlich die Lasche, die die Stifte abdeckt, mit einem Kam-Snap Druckknopf versehen.

Da Lara für die erste Klasse nur Buntstifte, Bleistifte, einen Radiergummi und einen Spitzer benötigt, habe ich nur die entsprechende Anzahl Einsteckfächer dafür genäht. Hierfür hab ich Jersey benutzt, da für kleine Kinderhände so die Stifte einfacher zu verstauen sind und sie dennoch nicht herausfallen.

Stiftemappe #2

Und es ist ein …

kleiner Noah geworden!

Alle, die auch meine Seite Ramis in Irland verfolgen, wissen es bereits. Am 9. Juni 2013 hat um 19.12 Uhr unser kleiner Noah David das Licht der Welt erblickt.

Und daher kann ich nun auch die Sachen zeigen, die ich mit Noahs Namen bestickt oder benäht habe.

Passend zu dem Sonnenschutz und zu der MaxiCosi-Decke habe ich ein Kinderwagenkissen mit Hotelverschluss genäht.

Kinderwagenkissen

Und um das Set zu komplettieren, gab es auch noch ein passendes Spucktuch.

Kinderwagen-Spucktuch

Probesitzen

Nein, das Baby ist noch nicht da! Aber da es für den dicken Winterfußsack für den MaxiCosi nun eindeutig zu warm ist, habe ich noch schnell eine ganz einfache Decke genäht – natürlich farblich passend zum Sonnenschutz für den Kinderwagen. Die Decke ist ca. 60 x 60 cm groß und die Rückseite ist ein einfaches weißes und weiches Moltontuch.

MaxiCosi-Decke

 

Schon vor einiger Zeit ist die Zwergenmütze entstanden. Das Schnittmuster gibt es hier bei farbenmix.de und eine Videoanleitung gibt es hier bei Schnabelina. Der Babypuppe passt sie auf jeden Fall und das Nähen war dank der tollen Anleitung auch sehr einfach.

Zwergenmütze