Lesen, Nähen, Essen und mehr

Ich liebe es – das Lesen. In die Welt der Bücher kann ich stundenlang abtauchen, ganz darin leben und hab das ein oder andere Mal Probleme, wieder in der Realität anzukommen.

Ich liebe es – das Nähen. Kreativ sein, sich auf eine Sache konzentrieren (gerade bei einem Alltag mit Kleinkindern verlernt man das schnell), etwas „schaffen“, ein Lächeln in das Gesicht der Beschenkten – oder in mein eigenes – zaubern.

Ich liebe es – das Essen. Ich hab das Glück, das man es mir nicht ansieht. Aber ich liebe das Essen – bis vor zwei Jahren hauptsächlich in Restaurants oder „bei Mama“. Seitdem wir in Irland leben und ich mehr Zeit habe, zu kochen und zu backen, haben sich meine Fähigkeiten  in diesem Bereich deutlich gesteigert und ich probiere gerne neue Rezepte aus.

Kein Wunder, dass ich dann auch alles mag, in dem diese Bereiche gut verbunden sind. Bücher und Zeitschriften über das Nähen, über das Kreativsein, über Sachen, die man selber machen, kochen, backen, basteln und werken kann.

Im Internet bin ich zufällig auf die deutsche Zeitschrift „HANDMADE Kultur“ gestoßen und nach einem Blick auf die Internetseite wusste ich, dass das eine Zeitschrift sein könnte, die mir gefällt – und dank einem großartigen Service hatte ich sie bereits zwei Tage nach der Anfrage bei dem Verlag in meinen Händen in Irland! Alleine darüber bin ich schon unendlich begeistert – aber meine Begeisterung ist noch steigerungsfähig, nachdem ich die Zeitschrift tatsächlich ausgepackt habe und durchblättern darf.

Das Magazin ist wirklich super und entspricht voll meinem Geschmack! Eine bunte Mischung aus Berichten, Rezepten, Ideen zum Nähen, Basteln, Bauen, Malern und und und … Und das ganze auch sehr schön und modern gestaltet und vor allem mit weniger großflächiger Werbung, die mich in so mancher anderen Zeitschrift extrem stört. Und das beste: der Zeitschrift liegen für die vorgestellte Tasche und die japanische Kokeshi Schnittmuster in Originalgröße bei – kein Hinweis, das man irgendeine Minizeichnung auf das 400fache vergrößern soll!

Ich bin wirklich hin und weg von dieser Zeitschrift! Zusätzlich zu der Papierversion gibt es auf www.handmadekultur.de weitere kreative Ideen, Vorstellungen von Kreativ-Blogs und vieles mehr!

Also falls jetzt hier etwas Ruhe einkehrt: ich lese, nähe, baue, backe, koche und bastel – ob ich da noch Zeit finde, zu schreiben?!?

Ach ne, ich bekomme jetzt erstmal mein Baby und werde deshalb in nächster Zeit weniger nähen, schreiben, basteln und und und … denn dann steht Familienzeit und das Einleben zu Fünft an erster Stelle und die Kreativität wird wahrscheinlich das erste Opfer von Schlafmangel und Stilldemenz. Aber ich hoffe, ihr schaut dennoch ab und zu hier vorbei, denn vielleicht gibt es ja doch die ein odere andere Kleinigkeit, die ich nähe oder schreibe.

meine dicke Kugel 38+3

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Entgegen aller Gerüchte …

… scheint auch in Irland ab und zu die Sonne. Nach meinem subjektiven Empfinden scheint hier – also an der irischen Ostküste – sogar häufiger die Sonne als in meinem bergischen Heimatort. Heute ist wieder so ein Tag, an dem wir den ganzen Nachmittag in unserem Garten die Sonne genießen durften, Gänseblümchenketten gebastelt haben und und die Kinder ausgiebig schaukeln und rutschen konnten. Und da wir noch auf viele schöne Sonnentage dieses Jahr hoffen, braucht der kleine Bruder für seinen Kinderwagen natürlich auch einen Sonnenschutz. Während mein Mann in der Abendsonne den Rasen mäht, habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt – wer weiß, wie oft ich dazu in der nächsten Zeit noch kommen werde 😉

Da ich die Sonnenschirme für Kinderwagen eher unpraktisch finde, habe ich mich für ein Sonnensegel entschieden. Als Basis habe ich ein vorhandenes Sonnensegel genutzt, da das auch die erforderliche UV-Beschichtung hat.

Sonnensegel Kinderwagen

Dazu passend habe ich schon vor einiger Zeit einen neuen Bezug für das Wagenkissen genäht. Das kann ich Euch aber leider hier noch nicht zeigen, da dort auch der Name drauf ist. Und auch wenn wir dieses Mal den Namen verraten, möchte ich noch selbst beeinflussen, wer ihn kennt und wer nicht. Aber sobald der kleine Bruder da ist, kann ich das ein oder andere personalisierte Teil noch nachzeigen!

40 Tage

– sind es noch – theoretisch! Wann sich der kleine Mann tatsächlich auf den Weg macht, weiß natürlich nur er. Aber für mich sind diese 40 Tage der Zeitrahmen, in dem ich meine To-Sew-Liste abgearbeitet haben sollte, denn ich gehe davon aus, das meine Nähmaschine danach für einige Zeit ruhen wird.

Nach zwei intensiven Wochen, in denen mein Mann beruflich in Amerika war, habe ich gestern von ihm einen Wohlfühl-Tag geschenkt bekommen. Einen ganzen Tag durfte ich nähen, wurde bekocht und konnte mich am späten Nachmittag von einer Schwangerschaftsmassage verwöhnen lassen.

Und was ist dabei herausgekommen? Ein neuer Bezug für mein großes Stillkissen:

großes Stillkissen

Mein kleines Stillkissen hat ebenfalls einen neuen Bezug bekommen:

 kleines Stillkissen

In den letzten Wochen ist noch so einiges in meinem kleinen Nähzimmer für unser neues Familienmitglied entstanden. Aber da vieles noch nicht ganz fertig ist, bzw. noch nicht an seinem Bestimmungsort (z.B. Bettnestchen) angebracht werden kann, werde ich es jetzt nach und nach zeigen.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

Nein, ich geh nicht wieder auf Reisen! Vielmehr wird meine Sammlung an Listen um eine weitere ergänzt – zu der Liste, was ich noch für das Baby nähen möchte, und der, was wir noch besorgen und erledigen müssen, und der was ich für Fragen an die Hebamme habe kommt nun auch noch die Liste, was in meine Kliniktasche muss.

Ja, ich hab noch ganz viel Zeit und eigentlich ist es für das Packen auch noch viel zu früh. Daher schreibe ich auch erstmal nur die Liste! Und eigentlich müsste das nach zwei Geburten – also bei Kind No. 3 – auch eher nebenbei und in der letzten Minute funktionieren.

Tut es aber nicht, wenn man in einem anderen Krankenhaus, in einer anderen Stadt und sogar in einem anderen Land entbinden möchte. Denn während die Packliste, die ich in dem umfangreichen Informationsmaterial, das ich vom Krankenhaus bekommen habe, für mich fast die selben Sachen enthält, wie ich sie auch in das deutsche Krankenhaus mitgenommen habe, so ist die Liste für das Baby deutlich länger.

In dem Krankenhaus, in dem ich meine beiden Töchter bekommen habe, wurde für die Babys von den Windeln über Anziehsachen bis zu Spucktüchern alles gestellt. Das einzige, was man somit mitbringen musste, war das Outfit für den Nachhauseweg.

Ganz anders ist das hier. Grundsätzlich finde ich es gut, dass das Baby von Anfang an die eigenen Sachen anzieht – vorallem, wenn ich an die komplizierten Klinikjäckchen denke, die man anstelle von Bodys anziehen sollte und bei denen ich immer eher einen Knoten in meinen Armen hatte und das Umwickeln und Umbinden des Babys nie faltenfrei hinbekommen habe. Aber es hat schon Vorteile, wenn man sich während des Krankenhausaufenthaltes keine Gedanken darum machen muss, ob man ausreichend Windeln dabei hat, man die Anziehsachen und Spucktücher des Babys einfach im „Kinderzimmer“ in die dafür vorgesehenen Behälter werfen kann – ums Waschen und Legen kümmert sich schon jemand – und auch immer frische Decken und Spucktücher bereit liegen.

Eigentlich muss ich mir keine großen Gedanken machen – schließlich wird mein Mann mich und das Baby das ein oder andere Mal besuchen kommen und wird bei Bedarf alles Nötige und Vergessene mitbringen können. Und während ich meine Packliste schreibe schaut er schmunzelnd über meine Schulter und fragt, ob ich dann dieses Mal die große Reisetasche (die wir sonst zu zweit für zwei Wochen Urlaub packen) mitnehme. Aber so bin ich halt 😉

Eine Decke für den kleinen Bruder

Drei Monate sind es noch, bis Lara und Milla männliche Verstärkung bekommen und meine Liste, was ich alles bis dahin genäht haben möchte ist lang – schließlich müssen einige rosa-pinken Teile ausgetauscht werden.

Mein erstes fertiges Projekt ist eine Decke für die Laufstall-Bettchen-Kombination, die wir im Wohnzimmer aufstellen werden. Da wir uns gegen den Transport von Wiege, Laufstall und Babybay aus Deutschland nach Irland entschieden haben, werden wir eines der beiden Gitterbetten, die sich bereits hier befinden, im Wohnzimmer aufstellen. Dort kann das Baby dann tagsüber schlafen und am Familienleben teilnehmen 🙂 Dafür muss das große Bettchen aber natürlich schön ausgestattet werden und somit darf auch eine gemütliche Decke nicht fehlen.

Das Schnittmuster und die Idee hab ich dem Buch „Quilting in no time“ von Emma Hardy entnommen (Baby Cot Quilt – S. 70-73), die Stoffe habe ich bei unserem kurzen Deutschland-Aufenthalt im Januar gekauft, nachdem auch mein deutscher Gynäkologe die irische Kollegin in der Geschlechtsvermutung bestätigt hatte.

Und so sieht sie nun aus:

Laufstalldecke