Hallo??? Liest hier noch jemand?

Ich befürchte, ich muss mich hier fast neu vorstellen. Also, mein Name ist Barbara und ich nähe und schreibe – normalerweise zeig ich davon auch einiges an dieser Stelle. Allerdings habe ich mit Erschrecken festgestellt, dass dieser Blog ziemlich vernachlässigt wurde. Dabei bin ich mit meinen Nähmaschinen während den Weihnachtsferien in ein neues Zimmerchen gezogen und dort sind bereits einige schöne Sachen entstanden. Leider habe ich von den meisten mal wieder kein Foto gemacht. Daher starte ich hier einen kleinen Aufruf: Wer sich im letzten halben Jahr über Post aus Irland gefreut hat und da gerne ein Foto von machen möchte, das ich dann auch hier zeigen darf, schickt mir doch bitte Bilder.

Neben unzähligen Geburtstags-T-Shirts und Kleidchen, zwei Röcken für mich (die muss ich auf jeden Fall noch zeigen, denn das Schnittmuster von der lieben Jane ist einfach super) sind unter anderem zwei Krabbeldecken für meine zwei süßen kleinen Neffen entstanden und eine weitere ist gerade in Arbeit. Außerdem hatte mein kleines Schwesterchen Geburtstag und hat sich ein paar Accessoires für ihre neue Küche gewünscht. Und die hab ich tatsächlich fotografiert, bevor ich sie verpackt und verschickt habe.

Küchen Allerlei

Entstanden sind drei Tischsets für Frau, Mann und Baby-Nachwuchs. Außerdem braucht man natürlich am Frühstückstisch einen großen Brotkorb sowie einen kleinen für Eier, Croissants oder ähnliches. Die Stickdatei ist „Mahlzeit!“ von Huups und die Stoffe habe ich von hier. Salz- und Pfefferstreuer wurden ebenso wie der Nespresso-Kapsel-Spender noch nett eingekleidet und dann hat sich das Päckchen auf die Reise begeben.

Informationsmangel

Was schenkt man einem Kind, wenn man außer dem Namen und dem Alter nichts weiß?

Lara bekam letzte Woche eine Einladung (per sms an mich, da in der Schule keine Einladungen verteilt werden dürfen) zu einem Kindergeburtstag. Weder Lara noch ich kannten das Mädchen oder die Eltern. Am Donnerstag kam sie dann freudestrahlend nach Hause und meinte, nun wüsste sie, wer Geburtstag feiern würde. Immerhin!

Aber was schenkt man in so einem Fall? Mag das Kind Prinzessinnen und Pferde, wie viele Mädchen in dem Alter oder findet sie sie vielleicht ganz furchtbar. Liest sie gerne oder gar nicht. Mag sie Spiele? Verkleidet sie sich gerne? Es gibt so viele Sachen, mit denen man Fünfjährigen eine Freude machen kann – wenn man die Interessen kennt. So hatten wir aber wie gesagt außer dem Namen und dem Alter keine Informationen.

Also habe ich mich – nach Rücksprache mit Lara – für ein T-Shirt mit den beiden einzigen gesicherten Informationen entschieden.

 Geburtstags-TShirt

Bei dem Gedanken daran, Lara bei einer fremden Familie alleine zu lassen, war mir aber doch sehr mulmig zumute. Und da wir nicht wussten, ob die anderen Eltern da bleiben und wie Lara sich dort zurechtfindet, wollte ich ihr und uns ein wenig Sicherheit geben und habe ihr ein „Verlierarmband“ genäht.

 Verlierarmband

Von außen sieht es aus wie ein ganz normales Armband und innen ist meine Handynummer eingestickt. Lara weiß, das wenn sie mal verloren gehen sollte oder irgendetwas ist, sie jemanden ansprechen soll und denjenigen dann bitten soll, mich anzurufen. Ich hoffe, dass das Armband niemals zum Einsatz kommen muss und einfach nur ein süßes Accessoire bleibt. Aber es beruhigt mich und sie, wenn sie es trägt!

Schlamperl – oder doch nicht

Ruhig war es hier im letzten Monat – allerdings nur hier auf der Seite, in meinem wirklichen Leben war es alles andere als ruhig. Denn noch immer haben meine beiden Großen Ferien, und so wirbeln die zwei hier nun den ganzen Tag durchs Haus und den Garten und versuchen, mir bei der Ver- und Umsorgung von Baby Noah zu helfen. An manchen Tagen frage ich mich abends, was ich denn überhaupt so den ganzen Tag gemacht habe – während mein Kaffee vom Morgen noch irgendwo in der Wohnung abgestellt und kalt geworden ist.

Lara, Milla und Noah

Das Nähen steht im Moment ganz hinten an. Nun kommt aber meine Große in zwei Wochen in die Schule und dafür steht noch das ein oder andere Projekt auf meinem Plan. Das erste von der langen Liste konnte ich gestern umsetzten. Mein Mann schnappte sich alle drei Kinder und machten mit ihnen den Wochen-Großeinkauf, während ich an einer Stiftemappe für Lara werkelte.

Hier gibt es hauptsächlich – oder eher ausschließlich – die Mäppchen, die bei uns früher Schlamperl hießen. Einfache kleine Reißverschlusstaschen, in denen alle Stifte, Radiergummi, Spitzer etc. durcheinander fliegen. Für die ganz kleinen i-Dötzchen finde ich die aber unpraktisch, daher habe ich an eine Stifterolle gedacht, wie ich sie schon einmal für eine gute Freundin genäht hatte. Aber ein Verschluss zum Binden ist nicht so richtig gut geeignet für eine 4-Jährige. Nach einigem Getüftel, Gekritzel und Genähe kam dieses Stiftemäppchen heraus:

Stiftemappe #1

Lara suchte sich den Stoff selber aus und natürlich durfte auch die Prinzessin nicht fehlen.

Für den Verschluss habe ich einen Knopf mit einer Gummiband-Schlaufe genommen und noch zusätzlich die Lasche, die die Stifte abdeckt, mit einem Kam-Snap Druckknopf versehen.

Da Lara für die erste Klasse nur Buntstifte, Bleistifte, einen Radiergummi und einen Spitzer benötigt, habe ich nur die entsprechende Anzahl Einsteckfächer dafür genäht. Hierfür hab ich Jersey benutzt, da für kleine Kinderhände so die Stifte einfacher zu verstauen sind und sie dennoch nicht herausfallen.

Stiftemappe #2