Aus viel mach wenig – ein Versuch!

Ich bin keine Gärtnerin – weder im Bereich Zier- noch im Bereich Nutzpflanzen. Bei mir wächst nur, was nicht von mir abhängig ist. Hier in Irland ist das ganz schön viel! In unserem Garten insbesondere Rasen und Unkraut – aber auch ein ganz großer Holunderstrauch. Im Sommer hat der so schön geblüht, dass ich aus den vielen Blüten Holunderblütensirup kochen wollte – aber diese waren schneller verblüht, als das ich Zeit fürs Einkochen finden konnte. Aus den ganzen Blüten sind nun freundlicherweise Beeren geworden. Und bevor nun alle Beeren zu Vogelfutter geworden sind und meine Ausrede mit der Zeit auch nicht mehr so originell ist, habe ich gestern mit meiner kleinen Erntehelferin Lara die reifen Beeren gesammelt.

Holunderbeeren

Nach dem Entfernen des Abfalls war es dann schon deutlich weniger:

Holunderbeeren

Und nach der Qualitätskontrolle durch Milla und dem Einkochen war es nur noch eine homöopathische Dosis Holunderbeerensirup.

Holunderbeerensirup

Den Geschmackstest werde ich erst am Wochenende mit Sekt machen … und ich hoffe wirklich SEHR, dass er schmeckt! Und meine Lieblingsbeschäftigung wird Einkochen auch nicht!

Der lange Weg der Holunderbeere

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Lesen, Nähen, Essen und mehr

Ich liebe es – das Lesen. In die Welt der Bücher kann ich stundenlang abtauchen, ganz darin leben und hab das ein oder andere Mal Probleme, wieder in der Realität anzukommen.

Ich liebe es – das Nähen. Kreativ sein, sich auf eine Sache konzentrieren (gerade bei einem Alltag mit Kleinkindern verlernt man das schnell), etwas „schaffen“, ein Lächeln in das Gesicht der Beschenkten – oder in mein eigenes – zaubern.

Ich liebe es – das Essen. Ich hab das Glück, das man es mir nicht ansieht. Aber ich liebe das Essen – bis vor zwei Jahren hauptsächlich in Restaurants oder „bei Mama“. Seitdem wir in Irland leben und ich mehr Zeit habe, zu kochen und zu backen, haben sich meine Fähigkeiten  in diesem Bereich deutlich gesteigert und ich probiere gerne neue Rezepte aus.

Kein Wunder, dass ich dann auch alles mag, in dem diese Bereiche gut verbunden sind. Bücher und Zeitschriften über das Nähen, über das Kreativsein, über Sachen, die man selber machen, kochen, backen, basteln und werken kann.

Im Internet bin ich zufällig auf die deutsche Zeitschrift „HANDMADE Kultur“ gestoßen und nach einem Blick auf die Internetseite wusste ich, dass das eine Zeitschrift sein könnte, die mir gefällt – und dank einem großartigen Service hatte ich sie bereits zwei Tage nach der Anfrage bei dem Verlag in meinen Händen in Irland! Alleine darüber bin ich schon unendlich begeistert – aber meine Begeisterung ist noch steigerungsfähig, nachdem ich die Zeitschrift tatsächlich ausgepackt habe und durchblättern darf.

Das Magazin ist wirklich super und entspricht voll meinem Geschmack! Eine bunte Mischung aus Berichten, Rezepten, Ideen zum Nähen, Basteln, Bauen, Malern und und und … Und das ganze auch sehr schön und modern gestaltet und vor allem mit weniger großflächiger Werbung, die mich in so mancher anderen Zeitschrift extrem stört. Und das beste: der Zeitschrift liegen für die vorgestellte Tasche und die japanische Kokeshi Schnittmuster in Originalgröße bei – kein Hinweis, das man irgendeine Minizeichnung auf das 400fache vergrößern soll!

Ich bin wirklich hin und weg von dieser Zeitschrift! Zusätzlich zu der Papierversion gibt es auf www.handmadekultur.de weitere kreative Ideen, Vorstellungen von Kreativ-Blogs und vieles mehr!

Also falls jetzt hier etwas Ruhe einkehrt: ich lese, nähe, baue, backe, koche und bastel – ob ich da noch Zeit finde, zu schreiben?!?

Ach ne, ich bekomme jetzt erstmal mein Baby und werde deshalb in nächster Zeit weniger nähen, schreiben, basteln und und und … denn dann steht Familienzeit und das Einleben zu Fünft an erster Stelle und die Kreativität wird wahrscheinlich das erste Opfer von Schlafmangel und Stilldemenz. Aber ich hoffe, ihr schaut dennoch ab und zu hier vorbei, denn vielleicht gibt es ja doch die ein odere andere Kleinigkeit, die ich nähe oder schreibe.

meine dicke Kugel 38+3

Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

Nein, ich geh nicht wieder auf Reisen! Vielmehr wird meine Sammlung an Listen um eine weitere ergänzt – zu der Liste, was ich noch für das Baby nähen möchte, und der, was wir noch besorgen und erledigen müssen, und der was ich für Fragen an die Hebamme habe kommt nun auch noch die Liste, was in meine Kliniktasche muss.

Ja, ich hab noch ganz viel Zeit und eigentlich ist es für das Packen auch noch viel zu früh. Daher schreibe ich auch erstmal nur die Liste! Und eigentlich müsste das nach zwei Geburten – also bei Kind No. 3 – auch eher nebenbei und in der letzten Minute funktionieren.

Tut es aber nicht, wenn man in einem anderen Krankenhaus, in einer anderen Stadt und sogar in einem anderen Land entbinden möchte. Denn während die Packliste, die ich in dem umfangreichen Informationsmaterial, das ich vom Krankenhaus bekommen habe, für mich fast die selben Sachen enthält, wie ich sie auch in das deutsche Krankenhaus mitgenommen habe, so ist die Liste für das Baby deutlich länger.

In dem Krankenhaus, in dem ich meine beiden Töchter bekommen habe, wurde für die Babys von den Windeln über Anziehsachen bis zu Spucktüchern alles gestellt. Das einzige, was man somit mitbringen musste, war das Outfit für den Nachhauseweg.

Ganz anders ist das hier. Grundsätzlich finde ich es gut, dass das Baby von Anfang an die eigenen Sachen anzieht – vorallem, wenn ich an die komplizierten Klinikjäckchen denke, die man anstelle von Bodys anziehen sollte und bei denen ich immer eher einen Knoten in meinen Armen hatte und das Umwickeln und Umbinden des Babys nie faltenfrei hinbekommen habe. Aber es hat schon Vorteile, wenn man sich während des Krankenhausaufenthaltes keine Gedanken darum machen muss, ob man ausreichend Windeln dabei hat, man die Anziehsachen und Spucktücher des Babys einfach im „Kinderzimmer“ in die dafür vorgesehenen Behälter werfen kann – ums Waschen und Legen kümmert sich schon jemand – und auch immer frische Decken und Spucktücher bereit liegen.

Eigentlich muss ich mir keine großen Gedanken machen – schließlich wird mein Mann mich und das Baby das ein oder andere Mal besuchen kommen und wird bei Bedarf alles Nötige und Vergessene mitbringen können. Und während ich meine Packliste schreibe schaut er schmunzelnd über meine Schulter und fragt, ob ich dann dieses Mal die große Reisetasche (die wir sonst zu zweit für zwei Wochen Urlaub packen) mitnehme. Aber so bin ich halt 😉

„Elite“

Zu Schulzeiten gehörte ich nie zu den
Coolsten
Hübschesten
Intelligentesten
Alternativsten
Reichsten
Kreativsten
Politisch-aktivsten
Kritischsten
oder Beliebtesten.
Ganz vielleicht gehörte ich mit zu den Sportlichsten, aber das war es dann auch schon an „Superlative“.

In der Schulzeit fand ich dieses „Mittelmaßsein“ doof, hätte ich gerne zu irgendeiner dieser Gruppen gehört. Während der Ausbildungs- und Studienzeit war ich dann schon deutlich entspannter und hatte meine Niesche gefunden.

An meiner Ausgangssituation hat sich allerdings nicht wirklich etwas geändert … Ich hab mich nicht in ein intelligentes, reiches, kreatives, gesellschaftskritisches und politisch engagiertes Supermodell verwandelt. Vielmehr hab ich sogar meine Sportlichkeit eingebüßt.

Aber eines hat sich verändert: ich bin ich und ich bin rundum glücklich mit dem was und wie ich bin, mit den Menschen um mich herum und an dem Platz an dem ich bin. Ich sehe das „Mittelmaß“ nicht mehr negativ, sondern das einfach alles so ist wie es ist und dass das genau richtig ist, dass es kein Nachteil ist, wenn man von allem ein bißchen hat … Ich fühl mich in meiner Haut wohl, ich kann einigermaßen logisch denken, vernünftig sprechen und schreiben und meine Kreativität reicht meiner Familie völlig aus.

Von etwas hab ich unendlich viel: Zufriedenheit. Und damit gehöre ich jetzt doch zu einer „Elite-Gruppe“ – den Glücklichsten.

Zeit

Take time to work — it is the price of success.
Take time to think — it is the source of power.
Take time to play — it is the secret of perpetual youth.
Take time to read — it is the fountain of wisdom.
Take time to be friendly — it is the road to happiness.
Take time to dream — it is hitching your wagon to a star.
Take time to love and be loved — it is the example of God.
Take time to look around — the day is too short to be selfish.
Take time to laugh — it is the music of the soul.

(an irish prayer / author unknown)